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Hinter den Kulissen des Schneckentals
(Oder: Wie aus tiefer Erschöpfung ein Zufluchtsort wurde)

Hallo, ich bin Susanne.

Künstlerin, Wortsammlerin und die Seele hinter Linnés Welt. Ich bin 1977 im Sauerland geboren und lebe heute mit meiner Familie, direkt an der weiten, rauen Nordsee in Otterndorf. Ich bin Mutter von drei wunderbaren Kindern – darunter mein „kleiner Zauberer“, der mit einer schweren Mehrfachbehinderung lebt und mich jeden Tag lehrt, was bedingungslose Liebe, aber auch was absolute Hingabe und ständige Alarmbereitschaft bedeuten.

Ich bin ein Mensch, der die Natur tief in sich spürt. Ich brauche Mutter Erde, die Federn und die Steine. Sie sprechen zu mir, schon seit ich ein kleines Kind war, auch wenn das für manche verrückt klingen mag. Und ich kenne das Leben in all seinen Farben – in seinem leuchtenden Gold und in seinem tiefsten Grau.

Wie Linné zu mir kam

Ich werde oft gefragt, wie ich auf die Idee zu Linné gekommen bin. Die Wahrheit ist: Ich habe sie nicht erfunden. Sie ist zu mir gekommen, weil ich sie so dringend brauchte.

Am Ende des Jahres 2023 war ich vollkommen am Ende. Mein Körper brach unter der Last meines fordernden Pflegealltags und der jahrelangen Erschöpfung zusammen. Bei einem Spaziergang mit unserem Hund ging plötzlich nichts mehr. Mein Geist rief: „Komm, geh weiter, du schaffst das!“ – aber mein Körper konnte keinen einzigen Schritt mehr tun. Ich bin fast auf allen Vieren nach Hause gekrabbelt. Danach zog mein System die absolute Notbremse. Ich konnte nur noch schlafen, weinen und im Sessel sitzen.

Als ich spürte, dass unsere laute „Höher-Schneller-Weiter“-Welt für Menschen, die ohnehin schon viel zu viel tragen, einfach nicht gemacht ist, griff ich zum Stift. Ich zeichnete unendlich viele Schneckenhäuser – diese faszinierende, schützende Urform der Natur.

Und dann war sie plötzlich da. Auf dem Papier blickten mich freundliche Augen an, die mich sofort zu Tränen rührten. Linné sprach ihre ersten Sätze zu mir: „Du darfst langsam sein. Das ist komplett in Ordnung, wenn du zu schwach bist. Du musst dich jetzt gar nicht zwingen.“

Linnés Welt – Ein Ort ohne Eile

Linné ist nicht als schicker Trend entstanden. Sie ist aus der puren Notwendigkeit des Überlebens geboren. Sie ist ein Pflaster für eine Seele, die viel tragen muss. Sie erinnert mich – und jetzt auch dich – in jedem Moment daran, dass wir keine Maschinen sind. Wir sind nicht dafür gemacht, immer nur mehr zu leisten und zu funktionieren.

Wir dürfen Pausen machen. Es ist in Ordnung, auch mal nicht zu können. Wir dürfen einfach sein.

Linnés Welt ist eine kleine, unsichtbare Hintertür raus aus dem Lärm. Ein Zufluchtsort für erschöpfte Mütter, für pflegende Angehörige, für Menschen im Sturm und für alle, deren Rucksack gerade viel zu schwer ist.

Wenn du hier bist, darfst du diesen Rucksack für einen Moment absetzen. Setz dich zu uns ins Moos. Nimm dir virtuell (oder ganz echt) eine Tasse warmen Kakao in beide Hände. Du musst hier nichts optimieren, nichts beweisen und nichts leisten.

Schön, dass du da bist.

In Liebe, Deine Susanne

wolken&Sonne